Probenwoche

 

Paul Haubold – Gesangsleiter:

„Bereits im letzten Jahr habe ich die Sängerinnen und Sänger der Hochschulbühne am Schwanenteich als Gesangsleiter betreut. Dieses Jahr erarbeite ich gemeinsam mit den Solistinnen und Solisten die Songs und sorge dafür, dass zu den Aufführungen alle stimmlich fit sind.“

Liebe Theaterfreunde,

das Sicherheitspersonal der Hochschule Mittweida war überrascht, in der letzten Septemberwoche müde dreinblickende, Jogginghosen tragende und mit Textbüchern bewaffnete Studierende im ZMS vorzufinden. Dabei müsste sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, dass die Hochschulbühne am Schwanenteich jedes Jahr in der Woche vor Semesterbeginn ihre traditionelle Probenwoche abhält. Neben den Gewerken Schauspiel, Tanz und Gesang hat auch noch die Band, das Team Technik und die Kostüm- und Bühnenbildner in dieser Woche geprobt. Doch die trifft man als Gesangsleiter, der leider viel zu oft in seinem eigenen Kämmerlein hockt, meist nur beim Döner, beim Grillen oder auf dem Klo.

 

In den fünf Tage der Probenwoche hockten wir aufeinander, probten Szenen, tanzten Choreografien, sangen Songs und frühstückten gemeinsam. Das „Aufeinanderhocken“ dieses Jahr war für mich leider nicht so intensiv wie im letzten Jahr, denn Blockseminare, Erstsemestertage und Nebenjobs haben uns die diesjährige Probenplanung schwer gemacht. Unsere Proben wurden dementsprechend bis in die Nacht hinein verlängert und so kam es häufig vor, dass wir, also ein völlig übermüdeter Hauptdarsteller, mein Billigpiano und ich, mit einem halbfreundlichen „Ich muss se jetz leidor rausschmeißn“ aus unseren Proberäumen heraus komplimentiert wurden.

Trotz aller Hindernisse: Ich bin sehr stolz auf das, was die Hauptdarsteller und das Ensemble zur Probenwoche geleistet und gemeistert haben. Seien es sechsstimmige Stücke für das zehn-Studierende-starke Ensemble oder anspruchsvolle Solosongs, bei denen man auf die Frage „Wo kann ich atmen?“ „Am besten gar nicht“ antworten möchte. Danke, dass alle gekämpft und ihr Bestes gegeben haben. Und dafür, dass alle ihr Lächeln auch dann noch behalten haben, wenn sie nach einem schier unsingbaren F auf der nächsten Seite ein monströses G singen mussten.

Ich freue mich sehr auf die nächsten Wochen und darauf, Euch dann auch bald zu unserem „kleinen Horrorladen“ begrüßen zu dürfen.

 

Beste Grüße
Euer Paul Haubold

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