Tanz

 

Nicole Marie Estenfelder- Tanzleiterin:

„Das schönste Gefühl für mich ist es zu sehen, wie die Tänze die ich selbst choreografiert habe, später von den Darstellern auf der Bühne zum Leben erweckt werden.“

Hallo liebe Theaterfreunde,

mein Name ist Nicole und ich tanze schon seit ich sechs Jahre alt bin. Letztes Jahr war ich als Tänzerin auf der Bühne und durfte den ganzen Prozess eines Musicals aus dieser Perspektive miterleben. Dieses Jahr probiere ich mich das erste Mal als Choreografin aus. Denn meine Aufgabe, als Tanzleitung ist es, für ausgewählte Lieder Choreografien für die Tänzer, das Ensemble und die Hauptdarsteller zu entwickeln, also die Lyrics in Bewegung zu verwandeln und das Gesungene tänzerisch zu unterstützen. Deshalb kann ich auch nicht einfach ein paar Hip-Hop Tänze choreografieren, denn das Ganze muss passend zum Stück den Stil der 60er Jahre verkörpern.

Das Schwierigste für mich ist aber zu entscheiden, auf welcher Schwierigkeitsstufe ich Tänze choreografieren kann, weil ich nur schwer einschätzen kann, zu welchen Bewegungen man parallel noch singen kann und ab wann das eher schwierig wird. Ich muss also abschätzen, inwieweit die Choreografie den Körper belasten darf. Das ist für mich nicht ganz einfach, weil ich mich mit Gesang nicht so gut auskenne.

Es ist aber auch generell schwer einzuschätzen, was die Darsteller tänzerisch können, weil viele nicht ganz so viel Tanzerfahrung haben wie andere. Für manche ist es dann eine richtige Herausforderung, sich rhythmisch zu den Liedern zu bewegen. Einen gemeinsamen Nenner zu finden, ist also nicht leicht. Aktuell arbeiten wir deshalb daran, die restlichen Choreografien fertigzustellen und den Darstellern die Schrittfolgen beizubringen. Bei manchen Liedern läuft das schon gut, deshalb arbeiten wir dann intensiv an der Synchronität, dem Ausdruck und an der sauberen Ausführung der Schritte, sodass die Tänze „bühnenreif“ werden und auch den Musical-Charakter bekommen.

Aber das Beste ist zu sehen, wie eine Choreografie, die ich allein in meinem Kopf entwickelt habe, zum ersten Mal umgesetzt wird und sie die Darsteller mit Leben füllen. Das sind wirklich Glücksgefühle, die ich habe, wenn ich das erste Mal die Choreografie in der Masse getanzt sehe. Es ist einfach ein echt schönes Gefühl und macht mich wirklich stolz. Deshalb freue ich mich auch schon auf die weiteren Proben – und bis dahin: Fleißig üben!

Liebe Grüße,
Nicole

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